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Waldgarten

Tiere

 



Waldgarten mit Gehegeanlage und Lehrpfad

 

Öffnungszeiten

Mai bis September sonntags 10.30 -16.00 Uhr oder nach Vereinbarung

 

So finden Sie uns:

mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Bahnhof Hofheim (S2 oder Regionalbahn Linie 20), zu Fuß Richtung Waldfriedhof (15 Minuten) oder mit dem Stadtbus Linie 403 , Haltestelle Waldfriedhof, zu Fuß Richtung Waldgarten (2 Minuten)

mit dem Auto: A66, Abfahrt Eppstein, L3011, bei Hofheim abbiegen auf die L3018 Richtung Langenhain (ca. 300 m nach dem Abbiegen, großer Parkplatz)

 

Gruppenführungen

Wir bieten Führungen für Kindergärten, Schulen, Vereine auf dem Wald- und Artenschutzlehrpfad durch den Waldgarten nach Vereinbarung an.

Tel. 06192/921728 

E-mail: sdw.hofheim@gmx.de

 

Projektbeschreibung "WALDGARTEN"

 

I. Vorbemerkung

Ab 1. August 1997 hatte die SDW HOFHEIM e. V. (nachstehend kurz SDW genannt) aus dem damaligen Flurstück 7/18 in der Flur 24 "Das Floß" der Gemarkung Hofheim 600 qm für ihren Landschaftspflegebetrieb und als Vereinsgeschäftsstelle gemietet.

Durch Erbbaurechtsvertrag mit der Kreisstadt Hofheim am Taunus vom 10. März 2003 (UR-Nr. 146/2003 des Notars Michael Jilke, Hofheim) erhielt die SDW das Erbbaurecht über das neu gebildete 2.265 qm große Flurstück 7/22 vom 03.07.2003 bis 02.07.2036 (33 Jahre) mit Erneuerungsvorrecht ab 03.07.2035. Dieses Flurstück schließt die seinerzeit gemietete Fläche von 600 qm gänzlich ein.

Aufgrund des Gestattungsvertrages mit der Kreisstadt Hofheim am Taunus vom 01. August 2007 wurde der Waldgarten um weitere ca. 3.000 qm vergrössert und mit einem Wald- und Artenschutzlehrpfad sowie einem Freigehege für Kamerunschafe ausgestattet.    

 

II. Lage

Der Waldgarten ist über den unteren, südöstlichen Parkplatz des Hofheimer Waldfriedhofs zu erreichen. Von der Bushaltestelle (Linie 403) an der Landesstraße 3018 gegenüber des Haupteingangs des Friedhofs ist er in etwa 3 Gehminuten über den asphaltierten Parkplatz und den geschotterten öffentlichen Weg "Hubertuspfad" zu erreichen.

 

III. Anlass der Planung

Gemäß § 1 Ziffer 1 Satz Erbbaurechtsvertrages ist die SDW als Erbbauberechtigter "... berechtigt und verpflichtet, auf dem Erbbaugelände eine Naturschutzberatungsstelle, einen naturnahen Waldgarten mit Teich, Trockenmauer und anderen Kleinbiotopen zu unterhalten".

 

Die SDW hat auf dem überwiegenden Teil des Grundstückes einen als "Waldgarten" benannten Anschauungs- und Lehrbereich angelegt. Die besiedelten Bereiche können als Lebensraum für die heimische Fauna und Flora bedeutend aufgewertet werden. Dies gilt auch für die Gestaltung der Aussenbereiche von Schulen und Kindergärten bis hin zu Firmengeländen.

 

Am praktischen Beispiel wird hier jedem Interessierten, vor allem aber Bauherrn und Grundbesitzern, ergänzend zu bereits vorhandenen Informationsmedien die Vielzahl an Möglichkeiten des Naturschutzes in und am Haus und Garten beispielhaft aufgezeigt werden. Durch die Möglichkeit Tiere zu beobachten, insbesondere in der Gehegeanlage, ist der Waldgarten auch für Kinder interessant. Die beiden Kamerunschafe sind recht zutraulich.

 

IV. Bestandssituation

Das Grundstück ist 2.265 qm groß und von Wald umgeben. An Gebäuden befindet sich darauf ein eingeschossiges unterkellertes Haus mit 82 qm Grundfläche und eine Remise mit 9 qm Grundfläche sowie ein Bauwagen von ca. 10 qm Nutzfläche. Die SDW nutzt derzeit nur etwa 30 % der Gesamtfläche. Den wesentlichen Teil nimmt hierbei der Bereich des vereinseigenen Landschaftspflegebetriebes "NATWERK" mit Materiallager, Geräten und Fahrzeugen ein. Das Haus wird als Vereinsgeschäftsstelle genutzt. Hier sind Büro- und Besprechungsräume sowie die erforderlichen Sanitäreinrichtungen untergebracht.

 

Das übrige Gelände besteht aus einer ehemaligen städtischen Baumschule mit ruderalem wiesenartigen Krautbewuchs und vereinzelten, z. T. fremdländischen Gehölzen. Entlang des öffentlichen Weges wird das Vereinsgelände durch eine sehr lückige und überalterte Hainbuchenhecke abgegrenzt. Das gesamte Grundstück ist mit einem Knotengeflechtzaun umgeben.

 

V. Planung

Der Bereich des geplanten ca. 1.600 qm großen Waldgartens wird ca. 70 Prozent des Gesamtgeländes einnehmen. Nachstehend werden die verschiedenen An-schauungsbereiche beschrieben. Arten für vorgesehenen Neupflanzungen sind aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit im Anhang aufgeführt.

 

Strauchpflanzungen aus wenigen klein- und mittelgroßen Arten im Zentrum des Geländes engen den Gesamtbereich nicht zu stark ein und geben auch für räumlich stärker begrenzte Außenanlagen Beispiele für ökologisch sinnvolle Pflanzungen. Der vorhandene Waldrand im Westen und Norden bleibt erhalten. Im näheren Umfeld der bereits mächtigen Waldbäume können durch gezielte Ergänzungspflanzungen heimische Baum- und Großstraucharten gezeigt werden.

 

Eine Hecke im Südosten soll das Gelände zum Hubertuspfad hin abgrenzen. Durch regelmäßige Schnittmaßnahmen soll diese Hecke "überschaubar" gehalten werden, so dass Spaziergängern ein Einblick in das Gelände möglich ist. Außerdem kann hier demonstriert werden, dass auch mit verschiedenen gemischten ökologisch wert-vollen Gehölzen geschnittene Hecken möglich sind.

 

Ein Trockenbereich aus Natursteinschüttungen, Trockenmauer sowie Schotter- und Kiesflächen vor dem nördlichen Waldrand zeigt weitere Gestaltungselemente für den naturnahen Garten mit typischen Pflanzen- und Tiergemeinschaften, wie sie in Fluss- und Bachauen, aber auch an flachgründigen Hängen des Taunus vorkommen. Auch in der Stadt sind oft ähnliche Standortbedingungen vorzufinden, die bei Beachtung weniger Vorgaben der Natur ohne großen Aufwand für entsprechende Spezialisten nutzbar gemacht werden können.

 

Die Teichzone besteht aus einem größeren Teich und mehreren kleineren Teich- und Feuchtbereichen. Sie grenzt unmittelbar an den Trockenbereich an und zeigt hier Gegensätze und Zusammenhänge auf. Wasser im Garten stellt für viele Menschen den Inbegriff von Naturschutz dar. Für das Element Wasser sind in der Regel alle Alters- und Interessensgruppen am ehesten zu begeistern und macht es für ein solches Gelände unverzichtbar.

 

Der Aushub der bis zu 1,50 Meter tiefen Teichzone kann idealer Weise als Hinterfüllung für die Natursteinmauer dienen. Die Abdichtung zur Erhaltung eines Mindestwasserstandes wird voraussichtlich aus Kunststofffolie bestehen.

 

Zur Befüllung wird in der Regel aufgefangenes Regenwasser verwendet. Es wird davon ausgegangen, dass bei ausreichender Tiefe des Hauptteichs kaum nachgefüllt werden muss. Wechselnde Wasserstände zwischen Maximal- und Mindestwasserstand bereichern die Artenvielfalt eines solchen Biotops und sind gewünscht.

 

Nur im Ausnahmefall wird Leitungswasser zur Stabilisierung eines Mindestwasserstandes zugegeben werden. Die Entscheidung, ob ein Mindestwasserstand mittels Leitungswasser erhalten werden soll, wird an Kriterien wie zum Beispiel vorhandenen, besonders schützenswerten Arten im Gewässer, der jeweils aktuellen Sedimentationsschichtstärke, der Wassertemperatur usw. jeweils zur aktuellen Situation getroffen.

 

Säume aus Gras-, Kraut- und Farnvegetation gliedern den nötigen Abstand zu den Gehölzen und Spezialbereichen. Durch gezielte Entwicklung dieser Flächen zu unter-schiedlichen, standortspezifischen Vegetationsaspekten ergeben sich weitere Anregungen für naturnahe Flächengestaltung und -pflege.

 

Hauptsächlich über Graswege werden die verschiedenen Anschauungsbereiche für die Besucher erschlossen. Die Wege werden zwischen 0.80 und 1,20 Meter breit sein und können durch die in der Regel wöchentliche Mahd dem jeweiligen Bedarf angepasst werden. Aufweitungsbereiche, um Besuchergruppen zu versammeln, werden an der zentral stehenden Eibe und nach Bedarf durch Mahd eingerichtet.

 

Ein leicht geschwungener Schotterweg zwischen dem neuen Haupteingang des Geländes und der Terrasse vor dem Hauseingang wird eine Breite von 1,50 Meter erhalten. Der derzeitige Zugang zum Vereinshaus entlang der Ostfassade wird dann nur noch betrieblich genutzt.


 
   


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